Die drei Karten-Treffer oben in der Google-Suche – das Local Pack – kommen nicht von der eigenen Webseite, sondern direkt aus dem Google-Unternehmensprofil (früher „Google My Business"). Wer dort unvollständige oder falsche Angaben stehen hat, verschenkt Sichtbarkeit, die eine gute Webseite allein nicht ausgleichen kann. So wird das Profil richtig eingerichtet.
Name, Adresse und Telefonnummer (kurz: „NAP") müssen im Google-Profil exakt so stehen wie auf der eigenen Webseite und in anderen Verzeichnissen (z. B. Gelbe Seiten, Branchenbuch, Handwerkskammer-Eintrag). Unterschiedliche Schreibweisen – etwa einmal „Str." und einmal „Straße" – wirken für Google wie zwei verschiedene Betriebe und schwächen das Vertrauen in die Angaben.
Für die meisten Handwerksbetriebe ist die Einstellung „Dienstgebiet" (statt eines festen Ladengeschäfts mit Kundschaftsverkehr) die richtige Wahl. Hier lässt sich hinterlegen, in welchen Orten gearbeitet wird – und genau hier liegt der häufigste Fehler.
Ein pauschaler 50-km-Radius um den Firmensitz. Das wirkt großzügig, verwässert aber die Relevanz: Google versteht dann nicht, welche Orte wirklich Schwerpunkt sind – und stuft das Profil für keinen davon als besonders passend ein.
Besser: die tatsächlich relevanten Orte einzeln eintragen, sortiert nach Priorität. Genau diese Liste liefert das Umkreis-Tool – nach Nähe und Einwohnerzahl sortiert, damit die wichtigsten Orte zuerst ins Dienstgebiet aufgenommen werden. Für einen Betrieb mit Sitz in Ansbach wären das z. B. Orte wie Nürnberg (groß, aber auch mehr Konkurrenz) oder Windsbach (klein, aber nah und mit wenig Wettbewerb) – siehe die vollständige Übersicht für alle analysierten Orte im Umkreis von Ansbach.
Ein Profil mit aktuellen Fotos (Team, Fahrzeuge, abgeschlossene Projekte) und gelegentlichen Beiträgen wirkt für Google und für Kundschaft gleichermaßen vertrauenswürdiger als ein leeres Profil mit nur dem Standard-Logo. Wichtig dabei:
Das Google-Profil ersetzt keine Webseite und umgekehrt – beide verstärken sich gegenseitig. Verlinkt das Profil auf die Webseite (idealerweise direkt auf die passende lokale Landingpage statt nur auf die Startseite), bestätigt das für Google den Ortsbezug zusätzlich. Wie sich passende Landingpages pro Ort aufbauen lassen, steht im verlinkten Ratgeber unten.
Die passenden Orte fürs Dienstgebiet – nach Nähe und Einwohnerzahl sortiert – liefert das Umkreis-Tool direkt.
Zum Umkreis-ToolGoogle erlaubt technisch recht viele Einträge, sinnvoll ist aber nur der tatsächliche Einzugsbereich des Betriebs. Zu viele oder zu weit entfernte Orte verwässern die Relevanz für die wirklich wichtigen Gebiete.
Nein – wer ohne eigenes Ladengeschäft zu Kunden fährt (typisch für viele Handwerksgewerke), kann die Adresse im Profil verbergen und stattdessen ausschließlich mit einem Dienstgebiet arbeiten.
Nein. Das Profil speist vor allem das Local Pack, die normale Suche verlangt zusätzlich eine Webseite, auf der dieselben Orte auch inhaltlich vorkommen – sonst passen Profil und Webseite nicht zusammen.